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Für die Rechte der Tiere

Die Tierbefreiungsbewegung fordert das Ende der Ausbeutung von nichtmenschlichen Tieren für menschliche Zwecke, und steht so in der Tradition anderer Befreiungsbewegungen wie z.B. die Abschaffung der Sklaverei oder die Emanzipation der Frauen. Ebenso wie Frauen nicht für Männer und schwarze nicht für weiße da sind, so sind auch die anderen Tiere nicht für uns Menschen da. Ethisch betrachtet hat jedes Individuum Rechte die unverletzlich sind.

Das Ende der Ausbeutung von Tieren lässt sich nicht durch Verbesserungen oder Reformen erreichen, wie sie oft im "klassischen" Tierschutz gefordert werden. "Vielmehr führt jede Verbesserung, im Sinne einer "Humanisierung" zur Zementierung der in Frage stehenden Ausbeutung, weil jede Regulierung der Ausbeutung gleichzeitig ihre Legalisierung beinhaltet." (Regan) Es ist ein grundsätzliches Unrecht die anderen Tiere zu unseren Zwecken zu missbrauchen, und auf einer solchen Basis lassen sich keine Kompromisse schließen, da dies nur eine Verlängerung des bestehenden Unrechts bedeuten würde. Die einzig angemessene Antwort auf eine Ungerechtigkeit, ist deren Abschaffung. Genauso wenig wie zum Beispiel die "Humanisierung" von Tierversuchen zu ihrer Abschaffung führt, hätte die Zulassung von "humaner Sklaverei" zu ihrer Abschaffung geführt.

Der Philosoph Stephen Clark veranschaulicht dies an einem Beispiel nochmals sehr deutlich: "Hätte sich ein Befürworter der Sklavenbefreiung gern damit begnügt, Sklavenbesitzer davon abzubringen, sich auf das Einfangen "wilder Neger" zu verlassen und sie statt dessen zur Zucht eigener Sklaven zu bewegen? Das hätte sicherlich die Grausamkeiten des afrikanischen Sklavenhandels vermieden. Aber das wirkliche Argument würde davon kaum berührt, ob nämlich Menschen nur als Mittel, als Ressource, als Material für die Zwecke anderer Menschen behandelt werden dürfen."

Reformen sind also möglicherweise sogar kontraproduktiv: Sie werden von der Tiere benutzenden Industrie oftmals hervorgehoben. Es wird so getan als ob die gesetzliche Bestimmungen ausreichen würden. Gleichzeitig werden diese Bestimmungen regelmäßig ignoriert und auf die Zustände in anderen Ländern verwiesen.

Vor diesem Hintergrund, verlieren die aus der Tierschutzdebatte bekannten Argumente an Bedeutung. Tierschutzvereine kämpfen für kürzere Transportzeiten, größere Käfige und "artgerechtere" Tierhaltung im allgemeinen. Bei einer Ethik die Tiere mit einschließt, geht es um die Abschaffung jeglicher Tierausbeutung. Schließlich verhandelt man auch nicht darüber, ob ein Mensch der gefoltert wird, dabei auf einem gepolsterten oder ungepolsterten Stuhl sitzen darf. Wie über Menschenrechte keine Kompromisse geschlossen werden, so sind auch die Rechte der anderen Tiere grundsätzlich und nicht verhandelbar.

Eine Zukunftsweisende Ethik muss alle empfindungsfähigen Wesen einschließen, da ihre Interessen von einem unabhängigen Standpunkt genauso gewichtet werden müssen, wie die von uns Menschen.